KI-Geschäftsmodell

KI & TRANSFORMATION

KI als neues Geschäftsmodell

Wenn KI die eigene Leistung effizienter macht, sieht das zunächst nach weniger Umsatz aus. Ein Fall aus der Umweltanalytik zeigt, warum das ein Denkfehler sein kann.

In der Umweltanalytik ermittelt ein Messsystem die Konzentration eines Stoffes. Bisher galt: Jede Probe muss vollständig gemessen werden. Mit zusätzlichen Indikatoren und KI lässt sich heute vorab feststellen, wo der gesuchte Stoff überhaupt zu finden ist, und wo sich das eigentliche Messen lohnt.

Die erste Reaktion des Herstellers liegt nahe: „Dann verkaufen wir ja weniger Messungen.“ Aus Sicht des bestehenden Geschäftsmodells stimmt das. Und genau hier zeigt sich, wie das alte Wertesystem den Blick verengt.

Die Wertparameter verschieben sich

Der Gewinn an Effizienz stärkt zugleich den Wert Nachhaltigkeit: weniger unnötige Messungen, weniger Aufwand, geringere Kosten für den Endkunden. Was aus der alten Logik wie Kannibalisierung aussieht, ist aus der neuen Logik ein besseres Angebot.

Für den Hersteller entsteht daraus ein neues Geschäftsmodell: Er verkauft nicht mehr nur Messungen, er verkauft den KI-Service, der entscheidet, wo sich Messen lohnt. Die Intelligenz vor der Messung wird zum eigenen Produkt.

Was aus der alten Logik wie Kannibalisierung aussieht, ist aus der neuen Logik ein besseres Angebot.

Was das für Ihr Unternehmen bedeutet

Solche Verschiebungen passieren gerade in vielen Branchen: KI macht Leistungen effizienter, die bisher nach Menge bezahlt wurden. Die Unternehmen, die davon profitieren, sind nicht die mit der besten Technik, sondern die, die ihr Geschäftsmodell schneller an die neuen Wertparameter anpassen.

Meine Frage an Sie: Welche Effizienz, die Sie heute als Umsatzbedrohung sehen, könnte morgen Ihr Produkt sein?

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