Zukunftskegel

Der Zukunftskegel – Geführte Übung | barbara-gronauer.de
Methode und Reflexion

Der Zukunftskegel

Eine geführte Übung, um die Folgen einer Neuerung nach ihrer Wahrscheinlichkeit zu ordnen und daraus Zukunftsszenarien abzuleiten.

Beispiel und Vorschau

Der Kegel aktualisiert sich automatisch, wenn Sie Ihre eigenen Folgen eintragen.

erwünschte Folge unerwünschte Folge
    Zur Methode

    Was steckt dahinter?

    Der Zukunftskegel (Futures Cone) geht auf Trevor Hancock und Clement Bezold zurück und wurde von Joseph Voros bekannt gemacht. Er zeigt: Von heute aus öffnet sich nicht eine Zukunft, sondern ein Raum vieler Zukünfte. Je weiter wir vorausdenken, desto breiter wird er.

    Im Kegel liegen ineinander die wahrscheinlichen, die plausiblen und die möglichen Zukünfte. Ganz außen liegt das, was heute abwegig erscheint. Ob eine Zukunft wünschenswert ist, ist eine eigene Frage: Wünschenswerte und zu vermeidende Folgen gibt es in jedem Bereich.

    Der Zukunftskegel eignet sich gut als nächster Schritt nach dem Zukunftsrad: Dort sammeln Sie die Folgen einer Neuerung, hier ordnen Sie sie ein. Im Stimmlosen-Algorithmus ist das Schritt 3.

    Jetzt Sie

    Ihr eigener Zukunftskegel

    Wählen Sie eine konkrete Neuerung. Die vorausgefüllten Texte sind ein Beispiel. Überschreiben Sie sie einfach mit Ihren eigenen Inhalten oder leeren Sie alle Felder.

    1

    Neuerung und Zeithorizont

    Worum geht es, und wie weit möchten Sie vorausdenken?

    Ihre Neuerung
    Zeithorizont
    2

    Folgen einordnen

    Tragen Sie bis zu acht Folgen ein, etwa aus Ihrem Zukunftsrad. Wie wahrscheinlich ist jede Folge, und ist sie erwünscht? Verwerfen Sie keine Folge als zu fern: Ordnen Sie sie lieber als „abwegig“ ein.

    FolgeEinordnungBewertung
    3

    Zukunftsszenarien formulieren

    Fassen Sie die eingeordneten Folgen zu drei kurzen Bildern der Zukunft zusammen.

    Die wahrscheinliche Zukunft
    Die wünschenswerte Zukunft
    Die zu vermeidende Zukunft
    4

    Übergabe in den Systemoperator

    Unerwünschte Folgen, die nicht abwegig sind, werden zu Sekundärproblemen. Sie gehören in die Meta-Zeile des Systemoperators, in die Spalte „Zukunft“. Von dort fließen sie in die weitere Planung.

    Vorgemerkt für die Meta-Zeile

    Die Liste füllt sich aus Schritt 2, geordnet nach Wahrscheinlichkeit.

      Was der Kegel zeigt

      Vier Bereiche, von innen nach außen

      Wahrscheinlich

      Das tritt ein, wenn sich die heutigen Entwicklungen fortsetzen.

      Plausibel

      Das könnte nach heutigem Wissen gut eintreten, auch wenn es nicht das Naheliegende ist.

      Möglich

      Das ist denkbar, wenn sich Wissen, Technik oder Rahmenbedingungen ändern.

      Abwegig

      Das erscheint heute unmöglich. Gerade hier lohnt ein zweiter Blick, denn manche Überraschung kommt von hier.

      Reflexion

      Was zeigt Ihnen Ihr Kegel?

      Welche unerwünschte Folge liegt weiter innen, als Sie erwartet hätten?
      Wer würde die Folgen anders einordnen als Ihr Team? Fragen Sie auch die Betroffenen, die bisher nicht beteiligt waren.
      Was müsste heute geschehen, damit die wünschenswerte Zukunft wahrscheinlicher wird?

      Nutzung: Sie dürfen dieses Werkzeug frei nutzen, weitergeben und anpassen. Bitte nennen Sie dabei Barbara Gronauer, barbara-gronauer.de, als Urheberin, verwenden Sie es nicht kommerziell und geben Sie Anpassungen unter derselben Lizenz weiter: CC BY-NC-SA 4.0. Für den Einsatz in bezahlten Workshops oder Beratungen sprechen Sie mich gern an. Ihre Eingaben bleiben in Ihrem Browser und werden nicht an einen Server gesendet.

      Nächster Schritt

      Was tun mit dem, was Sie sehen?

      Wenn Ihr Kegel Folgen zeigt, die Sie nicht in Kauf nehmen möchten, lohnt es sich, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Sie und die Betroffenen bringen das Wissen mit, ich das Handwerkszeug und den Raum.

      Erstgespräch vereinbaren

      Oder rufen Sie mich direkt an: +49 152 33 55 83 84