Der Zukunftskegel
Eine geführte Übung, um die Folgen einer Neuerung nach ihrer Wahrscheinlichkeit zu ordnen und daraus Zukunftsszenarien abzuleiten.
Der Kegel aktualisiert sich automatisch, wenn Sie Ihre eigenen Folgen eintragen.
Was steckt dahinter?
Der Zukunftskegel (Futures Cone) geht auf Trevor Hancock und Clement Bezold zurück und wurde von Joseph Voros bekannt gemacht. Er zeigt: Von heute aus öffnet sich nicht eine Zukunft, sondern ein Raum vieler Zukünfte. Je weiter wir vorausdenken, desto breiter wird er.
Im Kegel liegen ineinander die wahrscheinlichen, die plausiblen und die möglichen Zukünfte. Ganz außen liegt das, was heute abwegig erscheint. Ob eine Zukunft wünschenswert ist, ist eine eigene Frage: Wünschenswerte und zu vermeidende Folgen gibt es in jedem Bereich.
Der Zukunftskegel eignet sich gut als nächster Schritt nach dem Zukunftsrad: Dort sammeln Sie die Folgen einer Neuerung, hier ordnen Sie sie ein. Im Stimmlosen-Algorithmus ist das Schritt 3.
Ihr eigener Zukunftskegel
Wählen Sie eine konkrete Neuerung. Die vorausgefüllten Texte sind ein Beispiel. Überschreiben Sie sie einfach mit Ihren eigenen Inhalten oder leeren Sie alle Felder.
Neuerung und Zeithorizont
Worum geht es, und wie weit möchten Sie vorausdenken?
Folgen einordnen
Tragen Sie bis zu acht Folgen ein, etwa aus Ihrem Zukunftsrad. Wie wahrscheinlich ist jede Folge, und ist sie erwünscht? Verwerfen Sie keine Folge als zu fern: Ordnen Sie sie lieber als „abwegig“ ein.
Zukunftsszenarien formulieren
Fassen Sie die eingeordneten Folgen zu drei kurzen Bildern der Zukunft zusammen.
Übergabe in den Systemoperator
Unerwünschte Folgen, die nicht abwegig sind, werden zu Sekundärproblemen. Sie gehören in die Meta-Zeile des Systemoperators, in die Spalte „Zukunft“. Von dort fließen sie in die weitere Planung.
Vier Bereiche, von innen nach außen
Das tritt ein, wenn sich die heutigen Entwicklungen fortsetzen.
Das könnte nach heutigem Wissen gut eintreten, auch wenn es nicht das Naheliegende ist.
Das ist denkbar, wenn sich Wissen, Technik oder Rahmenbedingungen ändern.
Das erscheint heute unmöglich. Gerade hier lohnt ein zweiter Blick, denn manche Überraschung kommt von hier.
Was zeigt Ihnen Ihr Kegel?
Nutzung: Sie dürfen dieses Werkzeug frei nutzen, weitergeben und anpassen. Bitte nennen Sie dabei Barbara Gronauer, barbara-gronauer.de, als Urheberin, verwenden Sie es nicht kommerziell und geben Sie Anpassungen unter derselben Lizenz weiter: CC BY-NC-SA 4.0. Für den Einsatz in bezahlten Workshops oder Beratungen sprechen Sie mich gern an. Ihre Eingaben bleiben in Ihrem Browser und werden nicht an einen Server gesendet.
Was tun mit dem, was Sie sehen?
Wenn Ihr Kegel Folgen zeigt, die Sie nicht in Kauf nehmen möchten, lohnt es sich, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Sie und die Betroffenen bringen das Wissen mit, ich das Handwerkszeug und den Raum.
Erstgespräch vereinbarenOder rufen Sie mich direkt an: +49 152 33 55 83 84
